CAE Members Forum in Brüssel

Am 21. und 22. März 2019 fand in Brüssel das Culture Action Europe (CAE) Members Forum statt. Mit Blick auf die Europawahlen tauschten sich die Mitglieder zu ihren regionalen Umsetzungen der CAE-Europawahlkampagne aus. Gemeinsames Ziel ist die bestmögliche Positionierung kultureller Belange in einem neuen EU-Parlament ab dem zweiten Halbjahr 2019.

Ebenso wurden Vorstellungen und Wünsche für das neue EU Creative Europe Programm nach 2020 diskutiert. Parallel zu den Verhandlungen für den neuen Mehrjährigen Finanzrahmen der EU 2021-2027 werden auch die einzelnen Programme der EU neu aufgestellt. Das Thema Mobilität von Kulturschaffenden erfuhr hier eine besondere Unterstützung sowie die Forderung einer angemessenen Definition und Positionierung von kultureller Bildung in den finalen Entwürfen des neuen Creative Europe Programms.

Eine weitere Rolle spielten strukturelle Fragen von Culture Action Europe. Diskutiert wurde die interne Vernetzung in thematischen oder regionalen Arbeitsgruppen, den so genannten „Hubs“.  Der CAE-Vorstand stellte weiter das aktuelle Culture Action Europe Strategiepapier vor mit den thematischen Schwerpunkten:

  • Neuausrichtung der für den Kulturbereich relevanten EU-Programme und der Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen der EU 2021-2027
  • Arbeitsbedingungen im Kultursektor in Europa, mit besonderem Augenmerk auf die Einkommensbedingungen sowie die soziale Absicherung von Künstler*innen und auf die Voraussetzungen für die internationale Mobilität von Kulturschaffenden in Europa und darüber hinaus.
  • Meinungsfreiheit und kulturelle Rechte, mit der Ausarbeitung der gesetzlichen Rahmenbedingungen hierzu auf den nationalen Ebenen sowie entsprechender Regelungen auf EU-Ebene.
  • Künstlerische und kulturelle Forschung, insbesondere die so genannten STEAM-Practices, die für Science, Technology, Engineering, Arts and Mathematics stehen, und den Mehrwert  heutiger künstlerischer Praktiken für den Bereich Forschung und Entwicklung nach vorne stellen.

Auch erste Planungen für die CAE-Jahreskonferenz Beyond the Obvious wurden vorgestellt, welche vom 23. bis 26. Oktober 2019 an der deutsch-schweizerischen Grenze bei Konstanz/ Kreuzlingen stattfindet.

 

Europawahl 2019: Kein Europa ohne Kultur!

Im Hinblick auf die Kandidaturen für die Europawahlen appelliert Culture Action Europe an alle politischen Parteien, Kandidaten mit Kulturbewusstsein zu nominieren und die grundlegende Rolle der Kultur für den Fortschritt der Europäischen Union in ihren Programmen anzuerkennen, einschließlich einer klaren Definition ihrer strategischen Leitlinien für die EU-Kulturpolitik. Die CAE Mitglieder fordern die Kandidaten auf, sich zur Verteidigung der Freiheit der künstlerischen und kulturellen Meinungsäußerung und der kulturellen Rechte, zu verpflichten und die kulturelle Vielfalt als grundlegenden Bestandteil der europäischen Gesellschaften mit Nachdruck zu unterstützen. Der Aufruf ist hier nachzulesen. 

CAE German Hub Meeting in Berlin

Die Europawahlen stehen bevor, der Brexit ebenso und Deutschland übernimmt in der zweiten Jahreshälfte 2020 die EU- Ratspräsidentschaft. In Berlin diskutieren am 8 und 9. November Vertreter von CAE-Mitgliedsorganisationen mit Sitz in Deutschland gemeinsam mit CAE sowie mit Akteur*innen aus Politik und Kultur über die Herausforderungen, denen wir uns in Deutschland und Europa gegenüber sehen. Welche Diskurse führen wir als Kulturinstitutionen, welchen Aufgaben müssen wir uns stellen und welche Empfehlungen und Forderungen sollten wir gemeinsam mit CAE an die Politik richten? Ergebnisse der BTO-Konferenz in Bukarest sowie das aktuelle Positionspapier von CAE zur Europawahl sind ebenso Thema wie Fragen der Visa- und Mobilitätspolitik, der intersektoralen Kulturverträglichkeit und der EU-Außenbeziehungen.

CAE: BEYOND THE OBVIOUS CONFERENCE 2018

Culture Action Europes Jahreskonferenz 2018 Beyond The Obvious steht unter dem Motto ctrl+shift HUMAN: Arts, Sciences and Technologies in Code Dependent Societies und findet vom 25. bis 27. Oktober in Timisoara, Rumänien statt. In diesem Rahmen wird auch das Culture Action Europe Members‘ Forum und die Mitgliederversammlung organisiert.

CAE wird Erfahrungen und Praktiken aus den Bereichen Kunst und Kultur, Wissenschaften, Technologien, Aktivismus, Theorie und Politik zusammenführen, um interdisziplinäre Antworten auf die neuen Herausforderungen in den Beziehungen zwischen Technologie und Mensch zu untersuchen. Wie können wir unsere Menschlichkeit in diesem Bereich erhalten und neue Formen der Sinngebung in einer postproduktiven und globalen Gesellschaft finden? Was sind die neuen Modelle in diesen Beziehungen, und welche Rolle spielen Kultur, Kunst und Bildung? Sind sich unsere Institutionen ihrer neuen Rolle bewusst? Welche Organisationen und Politiken sind notwendig, um alternative, sektorübergreifende und interkulturelle Kompetenzen zu fördern?

Mehr dazu auf  Beyond the Obvious

CAE kommentiert den Vorschlag der Kommission für EU Budget ab 2020

Culture Action Europe begrüßt, dass der Vorschlag der EU-Kommission vom 30. Mai das Programm Creative Europe als eigenständiges Kulturförderprogramm erhalten will und das Budget von 1.4 Milliarden € (2014-2020) auf 1.8 Milliarden (2021-2027) angehoben werden soll. Die Weiterführung des Programms ist ein vielversprechender Schritt, der von CAE und seinen Mitgliedern  CAE nachdrücklich gefordert wurde.

In Erwartung der weiteren Details der Mittelausstattung fordert CAE die Europäischen Institutionen und Entscheidungsträger auf, sicherzustellen, dass mindestens 1% der Mittel aller Politikbereiche für Kulturförderung zur Verfügung gestellt werden.

Lektüre: Creative Europe: Programme Analysis and Recommendations

Pressemeldung: Stand alone programme for Creative Europe secured

Kampagne: 1% for Culture Campaign

Culture Action Europe hat neue Generalsekretärin

CAE hat die Berufung von Tere Badia ab 1. April 2018 auf den Posten der Generalsekretärin bekanntgegeben. Tere hat ihre Erfahrungen und Stärken im Bereich der Kulturforschung und Produktion bereits im Team von CAE und Mitglied des Board unter Beweis gestellt.

Bis Januar 2018 war Tere Badia Direktorin von Hangar – Zentrum für künsterische Produktion und Forschung in Barcelona.

Interview: Networks of Tomorrow: CAE speaks with Tere Badia