Positionspapier von Culture Action Europe zur Initiative „New European Bauhaus“

Am Montag reagierte Culture Action Europe mit einer Stellungnahme auf die Initiative „New European Bauhaus“ der Europäischen Kommission. CAE begrüßt den Vorschlag als Wegbereiter zur lange fälligen Anerkennung der essentiellen Rolle der Kultur für die Implementierung der Nachhaltigkeitsziele des New Green Deal der EU. Gerichtet auf die materiellen Infrastrukturen schöpft dieser Vorschlag jedoch die Kapazitäten von Kultur und Kunst nicht aus und wirft eine Reihe von Fragen auf:

New European Bauhaus: a promising intention and a much needed open debate

European Democracy Action Plan

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation zur Entwicklung eines Europäischen Aktionsplans für Demokratie (EDAP) eingeleitet. Am 14. September begrüßten Culture Action Europe und viele andere europäische Netzwerke und Institutionen die Initiative und forderten die Kommission in einem offenen Brief auf, darin insbesondere den Status der Freiheit des künstlerischen Ausdrucks als einen grundlegenden Aspekt der kulturellen Rechte zu reflektieren. Der Brief enthält folgende Empfehlungen an die Kommission:
1. Die Meinungsfreiheit in allen ihren Formen ausdrücklich anzuerkennen.
2. Entwicklung geeigneter Instrumente auf EU-Ebene, mit denen die Kunstfreiheit als einer der legitimen Indikatoren für den Zustand von Demokratie und Kultur überwacht und bewertet werden kann.
3. Schaffung einer Einrichtung , über die Künstler Verletzungen ihrer Grundrechte melden und Unterstützung für Rechtsbeistand und Umsiedlung erhalten können.
4. Schaffung eines EU-Mechanismus für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte, einschließlich der Kunstfreiheit.

Vollständiger Brief hier

Creatives Unite – EU-Informationen über COVID19 Rettungsprogramme

Die Plattform Creatives Unite ging im Mai online und und ist als Plattform für den Kultursektor zum Austausch von Informationen und Best Practice konzipiert. Die Plattform wird vom European Creative Hubs Network und dem Goethe-Institut im Rahmen des Creative FLIP-Projekts betrieben.

Creatives Unite hat sich zum Ziel gesetzt, für den Kultursektor alle Informationen und Initiativen, die als Reaktion auf die COVID-19-Krise in der EU entstanden sind zu sammeln und die Möglichkeit zu bieten, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und auszutauschen.

Am 26. Juni lädt die Plattform zu einem Online-Dialog von Vertretern aus dem Kultur- und Kreativbereich mit Kommissarin Gabriel, dem Europäischen Parlament und dem Rat ein: United for a New Future

Kultur in der EU stärken

Forderung nach einem zentralen Platz für Kultur im EU-Budget der nächsten Jahre

Trotz seiner historischen Relevanz geht der von der Europäischen Kommission am 27. Mai vorgelegte überarbeitete Vorschlag für einen mehrjährigen Finanzrahmen der EU zu anspruchslos mit der Kultur um. Nun müssen die Mitgliedstaaten zeigen, dass sie in ihrer vorausschauenden Strategie für Europa die Kultur nicht außen vor lassen.

Vor der Tagung des Europäischen Rates am 19. Juni fordern Culture Action Europe und auch die Mitglieder des Europasekretariats Deutscher Kultur-NGOs deshalb die EU-Mitgliedstaaten auf:

  • Verdoppeln Sie das Budget von Creative Europe auf 2,6 Milliarden Euro als Kernprogramm zur Stärkung der kulturellen Zusammenarbeit in Europa.
  • Stellen Sie sicher, dass die zusätzlichen Mittel aus dem „Next Generation EU“- Instrument und der „REACT-EU“-Initiative auch die Kulturakteur*innen erreichen.

There will be no real recovery for Europe if culture is left behind.“

Lesen Sie hier die gesamte Stellungnahme und schließen Sie sich den Forderungen an.

Gemeinsames Strategiepapier „Beyond the Urban“

Culture Action Europe (CAE), das Europäische Netzwerk der Kulturinstitute (ENCC), IETM – Internationales Netzwerk für zeitgenössische darstellende Künste und Trans Europe Halles (TEH) haben ein gemeinsames Strategiepapier über die Bedeutung von Kultur und Kunst in nicht-urbanen und peripheren Gebieten in Europa veröffentlicht. Auf der Grundlage langjähriger Erfahrungen werden Herausforderungen für die vielen bestehenden und potenziellen Projekte in diesen Gebieten beschreiben und politische Lösungen zu deren Unterstützung entwickelt.

„Beyond Urban – Contemporary arts and culture in non-urban areas as keys to a sustainable and cohesive Europe“

COVID19: Appel europäischer Kulturorganisationen an die Regierungen

Europäische Kulturorganisationen haben in Stellungnahmen erforderliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung von Ansteckung durch das Coronavirus unterstützt.

Gleichzeitig unterstützen sie den Aufruf von PEARLE* und anderen NGOs an die Regierungen, Notmaßnahmen für den Kultursektor zur Kompensierung der Folgen zu treffen. Kulturschaffende arbeiten häufig bereits unter prekären Bedingungen und sind nun von einem existenzbedrohenden Einkommensverlust bedroht.