{"id":777,"date":"2021-04-30T09:35:38","date_gmt":"2021-04-30T07:35:38","guid":{"rendered":"https:\/\/eusec-culture-ngos.iti-germany.de\/?p=777"},"modified":"2021-04-30T09:38:12","modified_gmt":"2021-04-30T07:38:12","slug":"culture-action-europe-members-forum-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eusec-culture-ngos.iti-germany.de\/de\/2021\/04\/30\/culture-action-europe-members-forum-2021\/","title":{"rendered":"Culture Action Europe Members Forum 2021"},"content":{"rendered":"<p>Am 22. und 23. April fand das digitale Members Forum 2021 von Culture Action Europe (CAE) statt. \u00dcber 70 Vertreter*innen der Mitgliedsorganisationen diskutierten erste Vorschl\u00e4ge f\u00fcr CAEs Strategieprogramm ab 2022.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Als m\u00f6gliche Schwerpunkte wurden genannt:<\/p>\n<ul>\n<li>Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Kultursektor<\/li>\n<li>\u201eArts &amp; Well-being\u201c: Die Bedeutung der K\u00fcnste f\u00fcr Gesundheit und Wohlbefinden<\/li>\n<li>Arbeitsbedingungen im Kultursektor, mit besonderem Augenmerk auf das Einkommen sowie die soziale Absicherung von K\u00fcnstler*innen<\/li>\n<li>Sowie weiterhin: eine kontinuierliche Lobbyarbeit zu europ\u00e4ischen Politiken, Budgets und Programmen im Kulturbereich<\/li>\n<\/ul>\n<p>Details zum Strategieprogramm sollen in den n\u00e4chsten Monaten ausgearbeitet werden. Interessierte Mitglieder sind herzlich eingeladen, sich an diesem Prozess zu beteiligen! Auf der Generalversammlung im Juni 2021 wird ein Strategiepapier zur Abstimmung vorgestellt.<\/p>\n<p>Viele neue Mitglieder von Culture Action Europe pr\u00e4sentierten in den \u201eMembers\u2018 Bites\u201c ihre aktuellen Projekte, auch als Netzwerkb\u00f6rse gedacht f\u00fcr zuk\u00fcnftige Kooperationen, so z.B. die Organisationen Amateo, A25 Cultural Foundation, D6Culture, Eurozine, Gdansk Community Foundation und die Ukrainian Cultural Foundation.<\/p>\n<p>Auf dem Forum trafen sich au\u00dferdem CAE-Arbeitsgruppen zu den Projekten und Themen: \u201cEngaging with MENA cultural agents in the EU\u201d \/ \u201cAmplify: Make the Future of Europe Yours\u201d \/ \u201cFreedom of Artistic Expression\u201d \/ \u201cWorking conditions of artists and cultural workers\u201d \/ \u201cCapacity Building for the European Capitals of Culture\u201d<\/p>\n<p>Die Leiterin des Creative Europe Units der Europ\u00e4ischen Kommission Barbara Gessler war zu Gast und sprach mit den Teilnehmer*innen \u00fcber das neue, immer noch in der Abstimmung befindliche, Creative Europe-Programm f\u00fcr die Jahre 2021-2027. Der Fokus des Programms werde weiterhin auf der F\u00f6rderung von Kooperationsprojekten liegen. Und es werde deutliche Verbesserungen geben. Der Kommission sei in den letzten Jahren immer wieder herangetragen worden, dass kleinere Organisationen den notwendigen Ko-Finanzierungsanteil f\u00fcr Creative Europe-F\u00f6rderungen nur schwer stemmen k\u00f6nnten und dass dieser notwendige \u201eMatching\u201c-Anteil auch regionale Disparit\u00e4ten in Europa nicht ausreichend ber\u00fccksichtige: nicht in allen L\u00e4ndern sei es gleicherma\u00dfen einfach, den entsprechenden Ko-Finanzierungsanteil aus anderen Mitteln zu organisieren. Und auch der so genannte Versicherungsmechanismus zur Risikoabsicherung der F\u00f6rderungen k\u00f6nne nicht in allen L\u00e4ndern Europas \u00e4hnlich einfach umgesetzt werden. Teilweise stelle dieser \u201eMechanismus\u201c kleine Organisationen vor absurde Auseinandersetzungen mit regionalen Finanzinstituten.<\/p>\n<p>Dem versucht die Kommission nun im neuen Programm zu begegnen: Der Versicherungsmechanismus soll auf eine neue legale Grundlage gestellt werden und der Anteil m\u00f6glicher EU-F\u00f6rderung f\u00fcr so genannte kleinere Projekte nach derzeitigen Planungen auf bis zu 80% erh\u00f6ht werden k\u00f6nnen. Gessler sprach auch von einem m\u00f6glichen neuen \u201eIntermediary Scale\u201c f\u00fcr Projekte. F\u00fcr genauere Zahlen und Details sei es aber nach wie vor zu fr\u00fch. Immer noch sei das Programm nicht final verabschiedet bzw. umsetzbar.<\/p>\n<p>Gessler hob den teils sektoren- und themenspezifischen Ansatz der kulturpolitischen Arbeit der Kommission in den letzten Jahren als positiv hervor: Initiativen und Gespr\u00e4chsrahmen wie zum Beispiel \u201eMusic Moves Europe\u201c oder strukturierte Dialoge, wie aktuell \u201eVoices of Culture\u201c zu den Arbeitsbedingungen von K\u00fcnstler*innen, w\u00fcrden der Kommission und den Sparten helfen, Bed\u00fcrfnisse und Herausforderungen zu formulieren und gemeinsam anzugehen.<\/p>\n<p>Zum Schluss wies Gessler auch darauf hin, dass Creative Europe k\u00fcrzlich eine Studie zum Thema \u201eA greener Creative Europe\u201c in Auftrag gegeben habe.<\/p>\n<p>Ein weiterer Gast auf dem Forum war Catherine Magnant, Leiterin des Referats Kulturpolitik der Europ\u00e4ischen Kommission, die Culture Action Europes kontinuierliche Arbeit in den letzten Jahren und insbesondere in der Corona-Zeit, sehr lobte. Das gestiegene Bewusstsein f\u00fcr den Kultursektor unter Amtstr\u00e4ger*innen in Br\u00fcssel und Stra\u00dfburg sei auch der beharrlichen Arbeit von Organisationen wie Culture Action Europe und seinen Mitgliedern zu verdanken.<\/p>\n<p>Magnant konnte CAEs strategische Schwerpunkte aus kulturpolitischer Perspektive der Kommission gerne best\u00e4tigen und auch im aktuellen Arbeitsplan f\u00fcr Kultur des Rats der Europ\u00e4ischen Union f\u00e4nden diese sich wieder: wichtig bleibe das Thema Klimawandel und Kultur, im Fokus bleiben w\u00fcrden auch die Arbeitsbedingungen von K\u00fcnstler*innen in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht, insbesondere auch hinsichtlich der k\u00fcnstlerischen Freiheit, und schlie\u00dflich m\u00fcsse auch die Kulturpolitik den nach wie vor voranschreitenden digitalen Wandel begleiten.<\/p>\n<p>Sowohl Gessler als auch Magnant wurden auf die M\u00f6glichkeit angesprochen, der Kultur in der EU-Regionalpolitik mehr Raum und F\u00f6rderm\u00f6glichkeit zu geben. Beide bewerteten dieses Anliegen als nachvollziehbar, aber im Rahmen der jetzigen Struktur der EU schlichtweg nicht umsetzbar und realistisch. Bei F\u00f6rderungen durch die Strukturfonds k\u00f6nnten kulturelle Aktivit\u00e4ten sicherlich immer wieder am Rande oder begleitend mit auftauchen. Dies lie\u00dfe sich auch viel in den Berichten zu den Fonds in den letzten Jahren wiederfinden. Aber es werde keine direkte F\u00f6rderung von kulturellen Projekten durch Strukturfonds bis auf weiteres m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p>Zum Schluss forderte Magnant die CAE-Mitglieder auf, das k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichte Portal \u201eCreatives Unite\u201c f\u00fcr Ihre Lobby-Arbeit zu nutzen und dem Portal auch selber aktuelle Ver\u00f6ffentlichungen und Studien aus ihren Projekten zur Verf\u00fcgung zu stellen. Ziel des Portals sei es, alle Initiativen von und Informationen \u00fcber den EU-Kultur- und Kreativsektor an einem Ort zu sammeln, um im besten Sinne auf die Corona-Krise reagieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>On 22 and 23 April Culture Action Europe (CAE) members met for the 2021 digital Members Forum. More than 70 representatives of CAE\u2019s member organizations discussed initial proposals for its strategic program from 2022 onwards.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":778,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-777","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-cae"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.0","language":"de","enabled_languages":["en","de"],"languages":{"en":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false}}},"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/eusec-culture-ngos.iti-germany.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/CAEmembersforum-e1619768192671.png","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/eusec-culture-ngos.iti-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/777","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/eusec-culture-ngos.iti-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/eusec-culture-ngos.iti-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eusec-culture-ngos.iti-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eusec-culture-ngos.iti-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=777"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/eusec-culture-ngos.iti-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/777\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":804,"href":"https:\/\/eusec-culture-ngos.iti-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/777\/revisions\/804"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eusec-culture-ngos.iti-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/778"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/eusec-culture-ngos.iti-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=777"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/eusec-culture-ngos.iti-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=777"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/eusec-culture-ngos.iti-germany.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=777"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}